21.10.
16:00
Ein Nachmittag mit slowenischer Literatur
Lesungen & Gespräche im Kaffeehaus //
International: Slowenien
21.10.2026, 16:00
Kooperation mit dem Café Malu
Café Malu
Friedhofgasse 1a, 4522 Sierning

Tamara Štajner
© Heribert Corn

Aleš Šteger
© Matej Pusnik

Jure Tori
© Matej Pusnik
Luft nach unten
Tamara Štajners Roman über eine Familie, die vom Esprit der Frauen geprägt ist. »Ein furioser Selbstversuch, der Liebe jenseits aller Schablonen und Enttäuschungen zu huldigen.« Maja Haderlap
Nach vielen Jahren kommt Iva zurück an den Ort ihrer Kindheit, um ihr geliebtes Kindermädchen zu beerdigen. Im Hotel am Ohridsee, das Ivas Familie gehörte, hat sie wesentlich mehr Zeit mit Marija verbracht als mit ihrer eigenen Mutter. Als Iva auf Marijas Grabstein einen zweiten Namen entdeckt, kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur …
Tamara Štajners Protagonistin unternimmt eine intensive, berührende, aber auch herrlich komische Tour in die Vergangenheit. Und in die Zukunft, denn Iva versucht gerade auf komplizierten Wegen, mit ihrem Freund ein Kind zu bekommen. »Luft nach unten« ist eine moderne Familiengeschichte, die von ganz unterschiedlichen Frauen geprägt ist. Ein beeindruckender Roman über das Mutter- und Tochtersein.
Tamara Štajner, geboren 1987 in Novo Mesto, Slowenien, ist Bratschistin und Schriftstellerin. Sie schreibt auf Slowenisch und Deutsch. 2024 gewann sie den Lyrikpreis Meran, beim Ingeborg-Bachmann-Preis wurde ein Auszug aus »Luft nach unten« mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet. 2023 erschien ihr Debütroman »Raupenfell«. Sie lebt und arbeitet in Wien.
www.hanser-literaturverlage.de
Ohr sein
Für ein Leben in Achtsamkeit
Am Beispiel des Gedichts zeigt uns Aleš Štegers Essay, was es bedeutet, sich mit allen Sinnen auf Sprache und damit auf ein Gegenüber einzulassen.
Wir Menschen sind einem permanenten Sturm aus Informationen ausgesetzt. Doch was und wie hören wir wirklich und was empfinden wir dabei? Welche Rolle können Worte, Laute, Gedichte in einer Welt spielen, die wenig von Gedichten hält? In einer Zeit der Digitalität, die uns einerseits mit Sprachfetzen überschwemmt, andererseits in unseren Echokammern isoliert, setzt Aleš Šteger auf die körperliche Unmittelbarkeit des Hörens: Beim Sprechen und Hören von Dichtung sind wir mit unserem ganzen Körper gefordert, wir sind „ganz Ohr“, vergleichbar dem musikalischen Erleben. Vielleicht, so die These des großen Lyrikers, können Gedichte uns in Zeiten von Überforderung und Isolation einen Weg zu mehr Offenheit, auch dem Anderen gegenüber, weisen.
Aleš Šteger, geboren 1973, ist der bekannteste slowenische Autor seiner Generation und lebt in Ljubljana. Er studierte Vergleichende Literaturwissenschaften und Germanistik, reiste viel und debütierte 1995 mit einem Lyrikband. Darauf folgten weitere Gedichtbände, Romane und Essays, seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Aleš Šteger ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz, sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt: „Das Lachen der Götter“ (Erzählungen, 2023), im Residenz Verlag erschienen: „Ohr sein“ (2025).
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