05/26

13.5.
19:30

Lesungen & Gespräche // Debütabend
13.5.2026, 19:30
Moderation: Dominika Meindl
Eine Kooperation mit Experiment Literatur

Alter Schlachthof
Dragonerstraße 22, 4600 Wels

 

Ticket

Eintritt nur vor Ort: 10,00 €

Katherina Braschel

© Aleksandra Pawloff

Marlene Gölz

© Reinhard Winkler

Familienhistorische Recherche und Erinnerung verwebt Katherina Braschel zu einem zart erzählten Debütroman, der radikale Fragen stellt.
Aufgewachsen ist Lina, ein Kind der 1990er, in einer Welt, die aus der Zeit gefallen scheint: in einer donauschwäbischen
Gemeinschaft, die sich nach Vertreibung und Flucht in Salzburg angesiedelt und ihr traditionelles Leben nach 1945 dort fortgesetzt
hat. Als Lina eines Abends von der SS-Mitgliedschaft ihres Großvaters erfährt, beginnt sie, nach Antworten jenseits der großen
Opfererzählung zu suchen. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihren verstorbenen Großeltern und ihrer eigenen Politisierung, will sie
erstmals das Schweigen brechen. Getragen von ihren engen Freund*innen stellt sich Lina ihrer Familiengeschichte und bricht zu
einer Recherche auf, die sie bis nach Belgrad führen wird. Als sie endlich auch die Konfrontation mit ihrer Mutter sucht, wird das
zur Zerreißprobe …
KATHERINA BRASCHEL
geboren 1992 in Salzburg, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Katherina Braschel ist zudem Kulturveranstalterin, Redaktionsmitglied zweier Literaturzeitschriften und gibt Schreibworkshops. 2024 war sie Writer-in-Residence der Max Kade Foundation an der Bowling Green State University in Ohio (USA). Sie hat zahlreiche Preise und Stipendien erhalten, u. a. den Förderpreis der Rauriser Literaturtage (2019) und den WORTMELDUNGEN-Förderpreis
(2019), den Limburg-Preis (2022). 2020 publizierte sie den experimentellen Band „es fehlt viel“. „Heim holen“ ist ihr erster Roman.

(c) Residenz Verlag

Anlässlich der Beerdigung ihrer besten Freundin Melanie fährt Caro in ihr Heimatdorf, wo sie auch den Sommer verbringt. Die Erinnerungen an Melanie führen Caro ihr eigenes Leben vor Augen. Von damals, als die Welt nicht groß genug war, bis hin zu einer zerrütteten Ehe und dem Stillstand im Beruf. Sie trifft ihre Jugendliebe Tom wieder und begibt sich mit ihm auf die Suche nach Antworten zu den Todesumständen ihrer Freundin. Denn offensichtlich hatte sie Melanie nicht so gut gekannt, wie sie glaubte, alle im Ort scheinen mehr zu wissen als Caro.

Marlene Gölz erzählt von Herkunft, Sehnsucht und Verlorenheit in einer Welt der nahenden Katastrophen. Ein Roman voller Leidenschaft und Wut in einer aus den Fugen geratenen Zeit.

Marlene Gölz wurde 1978 in Linz geboren. Sie hat Kunst­geschichte und Kulturwissenschaften in Wien und Berlin studiert. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. 2018 erhielt sie den Preis der Akademie Graz für Kurzprosa. Heute lebt sie in Oberösterreich, wo sie als freie Autorin arbeitet, ebenso ist sie als Lektorin und in der Kulturarbeit tätig.

(c) Septime