8.4.
19:30
Autor:innen im Gespräch
8.4.2026, 16:00 – 17:30
Kooperation mit dem Café Malu

Stefan Kutzenberger
© Paul Feuersänger

Martin Amanshauser
© Heribert Corn
Die Liste der Lebenden
September 1858, mitten auf dem Atlantik. Eine nicht mehr ganz junge Frau treibt nackt auf einer Tür liegend in den sachten Wellen. Die Sonne scheint und in Gedanken ist sie in Dänemark.
Henriette Wulff, aus bester dänischer Familie, ist dreiundfünfzig, als sie sich entschließt, ihre Heimat hinter sich zu lassen und nach Amerika auszuwandern. Trotz ihres umtriebigen Soziallebens in den Salons Kopenhagens, trotz ihrer zahlreichen Bekanntschaften in Europa. Und trotz ihrer intensiven Freundschaft mit dem Dichter Hans Christian Andersen, mit dem sie über Jahrzehnte hinweg Hunderte Briefe wechselte.
Doch die Überfahrt endet in einer Katastrophe, der größten Schifffahrtskatastrophe des 19. Jahrhunderts. Inmitten der Trümmer des Dampfers »Austria« bleibt Henriette nichts übrig, als in Gedanken weiter Briefe an Andersen zu verfassen, ahnend, dass er zu Hause in seiner Schreibstube auch nicht anders kann, als ihr zu schreiben.
Stefan Kutzenberger erzählt die Geschichte einer unerkannten Liebe zwischen zwei Menschen, die erst im Angesicht des Todes begreifen, wie eng sie einander verbunden sind.
Stefan Kutzenberger, geboren 1971 in Linz, lebt als Schriftsteller in Wien. Für sein literarisches Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem vom Literarischen Colloquium Berlin, dem Deutschen Literaturfonds (Darmstadt) sowie mit dem Preisder Internationalen Literaturdialoge (Wien – San Francisco). 2021 vertrat er Österreich mit seinem Roman »Jokerman« bei der European Literature Night in New York, 2024 feierte sein Theaterstück »Divas im Dilemma« Premiere. »Die Liste der Lebenden« (2026) ist sein vierter Roman.
Halbwegs vollständiges Reisehandbuch
Martin Amanshauser ist weit gereist. Im Laufe seines Lebens hat er mehrfach den Planeten umrundet und so gut wie alle Länder der Welt besucht. Wer wäre also berufener, ein Reisehandbuch zu schreiben, als er?
Er erzählt von allen Aspekten des Reisens respektive Fortbewegens: von Fußgängern und Ampeln, einem spektakulären Navigations-Fail, Interrail-Erfahrungen und davon, warum Flugzeugschläfer angesehener sind als Busschläfer.
Neben historischen Anekdoten übers Daheimbleiben gibt Amanshauser auch Tipps, wohin man auf keinen Fall und wohin man auf jeden Fall reisen sollte. Er berichtet von Begegnungen mit Einheimischen, von ethischem Tourismus und Folgen für das Klima, von Rollkoffern und Fortschritten der Kartographie, von einer Reisekrankheit, die gar keine war, und einer Insel, die nie existiert hat.
Ein ebenso kluges wie amüsantes Brevier des Reisens.
Martin Amanshauser, geboren 1968 in Salzburg, lebt in Wien und Berlin. Er ist Autor, Übersetzer aus dem Portugiesischen und Reisejournalist, u.a. für die »Süddeutsche Zeitung« und die »Presse«. Er ist ständig unterwegs, schreibt dazwischen aber Romane und Sachbücher, u. a.: »Logbuch Welt. 52 Reisegeschichten«, der Roman »Der Fisch in der Streichholzschachtel« oder »Es ist unangenehm im Sonnensystem« (2019). Im Picus Verlag erschienen die Reisebücher »Falsch reisen. Alle machen es«, »Typisch Welt. 111 Geschichten zum weiter Reisen« und ein »Halbwegs vollständiges Reisehandbuch« (2025).
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